Artikel noz Regionalmusikfest Heede 2017

16:44 04.11.2017 von Melanie Schaa

Etwa 300 Musiker versammelten sich bei einem Sternmarsch auf dem Heeder Marktplatz und spielten zum Abschluss des Jubiläumsfestes den Marsch „Preußens Gloria“. Foto: Anna Heidtmann

heid Heede. Sein 30-jähriges Bestehen hat der Regionalmusikverband Emsland/Grafschaft Bentheim mit einem zweitägigen Regionalmusikfest in der Gemeinde Heede gefeiert.

Während der Festtage haben etwa 1000 Musiker der teilnehmenden Vereine den Ortskern auf verschiedenen Bühnen in ein klingendes Konzert der Töne verwandelt. Mit dem Ziel, die Zusammenarbeit der Vereine sowie die einheitliche Aus- und Weiterbildung des musikalischen Nachwuchses zu fördern, haben im Dezember 1987 25 Vereine den Regionalmusikverband in Leben gerufen. Heute gehören dem Verband 63 Musikvereinigungen mit über 4200 Musikern im Alter zwischen 12 und 76 Jahren an. „Damit sind wir der größte Kreisverband im Musikland Niedersachsen“, stellte Frank Schmitz, Geschäftsführer des Regionalmusikverbandes, fest und bezeichnete den Aufbau eines umfangreichen Weiterbildungsangebotes als einen kontinuierlichen Arbeitsschwerpunkt des Verbandes.

Hoher gesellschaftlicher Stellenwert

Welchen hohen gesellschaftlichen Stellenwert Blasorchester, Spielmannszüge und andere Musikgruppierungen für das kulturelle Leben im ländlichen Raum einnehmen, betonte die Schirmherrin und CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann bei der Eröffnung des Musikfestes. „Hier findet praktisch kein Fest statt, ohne dass die Musikvereine dafür sorgen, dass Musik auch da ist“, sagte Connemann. Die musikalische Ausbildung in einem Orchester sei mehr als einfach nur ein Instrument spielen zu können. In den Vereinen werde jungen Menschen vermittelt, was es bedeute, sich in einer Gemeinschaft einzufinden.

Die Rednerin zollte dem Verband ihren Respekt für seine professionelle Arbeit, die er auch angesichts der sich im Laufe der Zeit geänderten Anforderungen leiste. „Damit sind sie für die Zukunft bestens gerüstet“, lobte Connemann.

Dass die 30-jährige Verbandsgeschichte und das damit verbundene Jubiläumsfest nur durch ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen und mit Unterstützung aus Politik und Wirtschaft ermöglicht worden sei, hob Andreas Prekel, stellvertretender Vorsitzender des Regionalmusikverbandes, hervor. Seinen Dank richtete er in diesem Zusammenhang an alle, die an der Vorbereitung des Festes beteiligt waren. Insbesondere dankte Prekel dem gastgebenden Musikverein und den Abordnungen der Heeder Vereine sowie dem Musikverein Langen-Gersten für ihren Einsatz.

Platzkonzerte auf verschiedenen Bühnen

Gut besucht waren neben den Platzkonzerten auf verschiedenen Bühnen innerhalb des Ortes die im Haus des Bürgers stattfindenden Kritikspiele. „Man kocht nicht immer nur im eigenen Saft, sondern hört auch mal eine Meinung von außen“, erklärte Jurymitglied Bernd Biffar die Motivation der Teilnehmer. Zusammen mit Werner Schumann beurteilte er die Vorspiele anhand von zehn Kriterien.

Einen imposanten Abschluss des Jubiläumsfestes bildete am Sonntagnachmittag ein Sternmarsch mit rund 300 Musikern in Richtung Heeder Marktplatz. Dort angekommen spielten sie vor zahlreichen Zuschauern gemeinsam den Marsch „Preußens Gloria“.

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